Wahre Beziehungen und Bindungen auf Herzebene kann man nur führen, wenn man vollkommen in sich ruht, klar in seinem Geist ist und tief in sich lauscht, welche Beziehungen sich richtig und wahr anfühlen, wo man sich tiefer hineinbegeben sollte und wo es besser wäre, Abstand zu nehmen oder sogar zu überdenken die Beziehung aufzulösen, wenn sie nicht länger den Gesetzmäßigkeiten des Herzens entspricht und uns nicht länger nützlich ist in unserem spirituellen Wachstum hin zu Offenheit und Ursprünglichkeit.
Es gibt verschiedene Arten von Beziehungen und leider oft auch solche, in denen der Eine mehr gibt als er vom Gegenüber erhält, wo kein energetischer Ausgleich auf Seelenebene stattfindet und der Eine irgendwann so ausgelaugt ist und sich so leer fühlt, dass er meist zu spät dahinter kommt, dass es an der ungesunden Beziehungskonstellation zu dem jeweiligen Menschen lag.
Viele Menschen zwingen sich in Beziehungen, halten irgendwie durch und erlauben sich selbst nicht ihre eigenen Befindlichkeiten, die sie in Bezug auf diese Beziehung haben, dem Partner mitzuteilen.
Es entsteht eine Co-Abhängigkeit, da es dem Partner oft genauso ergeht und so vegetieren sie in ihrer Eintönigkeit vor sich hin, lassen alles beim Alten, wollen keine Veränderungen in dieser Beziehung zulassen und vergessen auf ihre innere Stimme zu hören, sich selbst und dem Partner eigene Freiräume einzugestehen und sich in allen Belangen gegenseitig zu stärken und auch zu unterstützen.
Denn das bildet die Grundlage einer Beziehung auf Herzebene, indem man füreinander da ist, sich loslässt, um dann in vereinter Harmonie wieder zusammen zu kommen, sich immer wieder in dieser Beziehung neu erfindet, fantasievoll ist und stets offenherzig miteinander umgeht und auch dazu fähig ist sich die geheimsten Geheimnisse anzuvertrauen.

Das bedeutet auch, immer wieder an sich selbst zu arbeiten, Innenschau zu führen über all die ungeklärten Dinge, die störend auf die Beziehung einwirken, sei es von innen oder von aussen, Lösungen zu finden und auch neue und ganz andere Wege zu gehen, wenn die Normalität des Alltags das Beziehungsleben zu ersticken droht.
Nicht mit dem Ego lassen sich Egoprozesse lösen und transformieren, sondern nur mit viel Geduld und Kraft kann man es schaffen, immer und ständig in der Kraft des Herzens präsent zu bleiben, mit dieser im Alltag zu arbeiten, aus dieser zu schöpfen und sogar damit kreativ neue Dinge zu schaffen und ins Sein zu bringen.
Vor allem in Beziehungen ist es wichtig, immer hinter die Fassade der Egoprozesse zu schauen, um die eigentliche Ursache für den Ausbruch des Egos zu verstehen, diese zu durchdringen und sofort in der Kraft des Herzens zu sein, welches ständig im Jetzt präsent ist, um die festgefahrenen Egomuster Stück für Stück abzutragen und zurück zu finden in die wahre Kraft des inneren Herzraumes.